Freitag, 24. November 2017

Aravind Adiga, Der weiße Tiger [2]

Der Weisse TigerIn der Tradition des Schelmenromans erzählt hier einer sein Leben, der es von ganz unten, aus der «Finsternis», nach oben, ans Licht schafft. Aus dem Kohle knackenden Betelkauer Balram, der zwar lesen und schreiben kann, jedoch, wie er es selbst ausdrückt, «halb gar» ist, da er nur kurz die Schule besuchte, entwickelt sich der Uniform tragende und als Fahrer für den wohlhabenden Mr Ashok arbeitende Weiße Tiger, der die gesellschaftlichen und sozialen Mechanismen des heutigen Indiens mehr und mehr durchschaut. » Weiter im Text

Aravind Adiga, The white tiger [1]

The white tigerMan fühlt sich wie ein Klappentextschreiber und dennoch ist es tatsächlich das abgedroschene Wort „erstaunlich“, das Adigas Roman auszeichnet. Ein durch und durch erstaunliches Buch. Zunächst lässt es den Leser gut 150 Seiten lang im Dunkeln darüber, was es für eine Art von Buch sei: so munter quatscht der Erzähler daher, so zielsicher kommen seine Pointen, so deutlich scheint sich ein indisches Epos souveräner angelsächsischer Erzählprovenienz aufzubreiten. » Weiter im Text

Ingo Schulze, Adam und Evelyn [2]

Adam und EvelynIngo Schulze muss nicht gerade entdeckt werden. Seit zehn Jahren gilt er als der ‚Wenderoman’- Autor, damals noch als Vorzeigeossi, heute als populärer Vertreter deutscher Gegenwartsliteratur. In ADAM UND EVELYN (2008) kommen nun «der Wenderoman» und schönste deutsche Gegenwartsliteratur zusammen, wobei Schulze sich regelrecht durch sein Thema und seine Sprache vorgearbeitet hat.  Dabei bleibt er zwar seinem Thema treu – erneut geht es um den Sommer 1989 und die an ihn anschliessenden Möglichkeiten und Hilflosigkeiten –, gleichzeitig findet er jedoch zu einer Sprache, in der „die Wende“ gleichzeitig normalisiert, dramatisiert und erotisiert wird. » Weiter im Text

L.P. Hartley, The Go-Between

The Go-BetweenVom Ende einer Kindheit
Ein heißer Sommer. Ein Schloss auf dem Land. Eine schöne junge Frau und zwei Männer, die beide in sie verliebt sind. Ein 13-jähriger Junge, der zum Boten zwischen den dreien wird. » Weiter im Text

Ingo Schulze, Adam und Evelyn [1]

Adam und Evelyn

Adam und Evelyn leben im Jahr 1989 in der DDR. Geplant ist eine gemeinsame sommerliche Urlaubsreise, aber wie das im Leben öfter so ist, kommt alles ganz anders. Als Evelyn Adam mit einer anderen erwischt, macht sie sich zusammen mit ihrer Freundin Simone und deren Westcousin Michael auf in die Ferien. Adam reist ihnen hinterher. In Ungarn geraten sie in die brodelnde Umbruchstimmung einer zu Ende gehenden Ära. » Weiter im Text

Fred Vargas, Die dritte Jungfrau

Die dritte JungfrauVon Leichen, Gespenstern und Katzen
Wie schön, dass sich manche Dinge nie ändern. Adamsberg wird immer der Kommissar sein, dessen Gedanken auf verschlungenen Wegen wandern, von denen er selbst meistens nicht sagen kann, wohin sie führen. Die Krimis von Fred Vargas scheinen nur vordergründig unkonstruiert.  » Weiter im Text

Richard Ford, Unabhängigkeitstag

Unabhängigkeitstag589 Seiten Glück
589 Seiten scheinbaren Glücks sähen anders aus. Sie würden an unseren Gehirnwindungen festkleben wie Kaugummi auf dem S-Bahn-Sitz an unserem Hosenboden. Wir kennen die Scheinwelt, diesen medial ausgepolsterten Schonraum Glück; er nennt sich Happy End, Liebesgeschichte oder Komödie. Es gibt tolle Liebesgeschichten und Komödien; mit Realität haben die meisten Exemplare dieser Gattung jedoch oft herzlich wenig zu tun. » Weiter im Text

Richard Ford, Der Sportreporter

Der SportreporterAnkommen in der Gegenwart
Das Osterwochenende im Leben von Frank Bascombe kurz vor seinem 39. Geburtstag: Mit seinem ruhigen Alltag ist es vorbei. Seine Freundin Vicky verlässt ihn, sein Freund Walter (der nicht sein Freund ist) kommt mit dem Leben nicht mehr zurecht. Frank fängt an, sich Fragen zu stellen, und je mehr er genau hinsieht, desto seltsamer kommt ihm sein bisheriges Leben vor. » Weiter im Text

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