Freitag, 22. September 2017

Bettina Baltschev, Hölle und Paradies. Amsterdam, Querido und die deutsche Exilliteratur

Die deutsche Exilliteratur ist weidlich erforscht worden, und einer der immer wiederholten und vermeintlich überraschenden Befunde ist, dass sie sich so auffällig mit historischen Stoffen befasst hat. Die kursorisch von Bettina Baltschev zusammengetragenen Publikationen des Querido-Verlags zwischen 1933 und 1950 zeigen dies deutlich: Cervantes, Peter der Große, Die Jugend des Königs Henri Quatre, Ignatius von Loyola, Cleopatra, um nur einige der bekannteren zu nennen – ganz zu schweigen von den populären historischen Großromanen eines Stefan Zweig, der mit Marie Antoinette und Erasmus von Rotterdam befasst war, während seine Bücher in Deutschland schon verbrannt wurden. » Weiter im Text