Samstag, 19. Mai 2012

Paul Klee, Tagebücher 1898-1918

kleee-tagebuchEin Tagebuch ist eben keine Kunst-, sondern eine Zeitleistung“
Felix, Sohn von Paul Klee, leitet  1956 die Herausgabe der Tagebücher seines Vaters so ein: „Der Leser dieser hier vorliegenden vier Tagebücher Paul Klees wird als mutmaßlich Außenstehender in eine geheimnisvolle, seltsame, eigenartige und behutsame Welt des „Malers“ Klee eindringen.“ Das stimmt. Und stimmt auch wieder nicht. Denn was man von 1898, als Klee knapp zwanzig war, bis  zum Ende des Ersten Weltkriegs geboten bekommt, sind paragraphenartige Aufzeichnungen, » Weiter im Text

Dietmar Dath, Die Abschaffung der Arten

dath, abschaffung der artenVon der Nachttischkante gestoßen
Es gibt diese Bücher, die man eigentlich lesen möchte. Weil sie interessant anfangen, weil sie verheißungsvoll und verlockend sind. Weil sie irritieren und faszinieren. Und es gibt sie, die Momente, in denen man ein solches Buch auf Seite 117 zuklappt und es weglegt. Weil man den Stapel anderer Bücher neben dem Bett wachsen sieht. Weil man einfach nicht weiterkommt mit diesem Buch, obwohl es eigentlich lesenswert ist: kein Kitsch, keine langweilige Geschichte, keine schlecht gezeichneten Figuren. » Weiter im Text

Luo Lingyuan, Du fliegst jetzt für meinen Sohn aus dem fünften Stock!

lingyuanDie Freiheit des Einzelnen gibt es nicht
Luo Lingyuan, 1963 in der Volksrepublik China geboren, lebt seit 1990 in Berlin. In ihrem 2005 erschienenen Erzählband beschreibt sie aus verschiedenen Perspektiven die Eingriffe des chinesischen Staates in die Privatsphäre und Lebensplanung der Menschen. Es wird aus der Sicht der Opfer geschrieben, die für eine verbotene «Nachtparty» im Studentenwohnheim von der Universität fliegen oder für die Missachtung der Ein-Kind-Politik gezwungen werden, noch kurz vor der Geburt abzutreiben. » Weiter im Text

Roberto Bolaño, Der unerträgliche Gaucho

Gaucho

Liebe Stein,
gerne würde ich mit dir in eine ausführliche briefliche Debatte über Bolaño eintreten, denn ich glaube hier auf einen jener Autoren gestoßen zu sein, die einen sehr lange begleiten. Der «unerträgliche Gaucho» allerdings ist, da gebe ich dir recht, ein großes Rätsel – und nicht unbedingt eines von den beglückenden, sondern eines von denen, die Kraft und Durchhaltewillen vom Leser fordern » Weiter im Text

Roberto Bolaño, Der unerträgliche Gaucho

GAuchoLiebe Silberberg,
was soll man nur von diesem Buch halten? Im Laden war ich so angetan von dem hübschen Umschlag, auf dem ein schreiender Cowboy auf einem Pferd zusammen mit einem Vogelschwarm durch den Himmel reitet. Und als ich anfing, die Geschichten zu lesen, war ich weiter angetan, oder müsste ich besser sagen: angenehm irritiert? Denn Bolaño, das erkannte ich ziemlich bald, führt einen ganz schön an der Nase herum. » Weiter im Text

Anthony McCarten, Hand aufs Herz

handaufsherzWer am längsten die Hand ans Auto hält, gewinnt es. Es gelten strenge Regeln (alle zwei Stunden fünf Minuten Pause, man darf sich nicht ans Auto lehnen, nicht sitzen und nicht schlafen) und es winkt ein Eintrag ins Guinnesbuch der Rekorde. Eine makabre Ausgangssituation. » Weiter im Text

Auf dem Sofa: August 2009

Das ist eine Vorwegnahme – und weil also eigentlich schon September, kommt sie hier vorneweg (und nicht chronologisch nach den ganzen ZEHs) – ein Fest, eine Feier, ein Rausch: die erste Gesamtübertragung von WALT WHITMANs

  • Walt Whitman

  • (Mal ein WHITMAN-Foto, auf dem WHITMAN nicht wie WHITMAN aussieht, also nicht uralt, mit diesem Schlapphut und von einem brustlangen Bart umwallt – aufgenommen hat das à la russe wirkende Bild der Fotograf Feinberg, und zwar 1854, da war WHITMAN 35 Jahre alt und saß am Satz der Erstausgabe seiner LoG, die ein Jahr später in New York erschien.) » Weiter im Text

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