Freitag, 24. November 2017

Hundert Jahre Türkei. Zeitzeugen erzählen

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Diktatur, Demokratie, Dengbêj: Ein großes Prisma der heutigen Türkei

Vor einer Reise schlägt der alte Bildungskomplex zumeist noch einmal zu. Umgehend wünsche ich alles zu wissen, was es über das entsprechende Land zu wissen gibt, mache mir  Vorwürfe, mich nicht schon längst um  historische und kulturelle Grundlagen gekümmert zu haben, kaufe Reiseführer und hoffe bei einer raschen Google-Recherche ein möglichst kompaktes Buch zu finden, dass diese absurden Last-minute-Allwissenheitsgelüste befriedigt.  » Weiter im Text

Klaus Kreiser, Atatürk. Eine Biographie

AtatürkEin blinder Fleck
Wenn man im Jahr 2009 ein Buch über Atatürk zur Hand nimmt, will man mehr als die Biographie Mustafa Kemals lesen. Denn Atatürk, 1881 als ein x-beliebiger Mustafa in Saloniki geboren, scheint der Schlüssel zum Verständnis der heutigen Türkei. Selbst dem oberflächlichen Besucher wird klar, dass Atatürk das Gesicht, der Stein, die Metapher, das Selbstverständnis, die Moral, der schulische Morgenappell des Landes ist » Weiter im Text

Geert Mak, Amsterdam. Biographie einer Stadt

mak_amsterdam Die Verführung war, nach dem Herumlaufen entlang der Grachten und dem faszinierten Betrachten der Patrizierporträts im Rijksmuseum, der Untertitel: Biographie einer Stadt. „Een kleine geschiedenis van Amsterdam“ hingegen, wie es das Original vorsieht, wäre in den mentalen Regalen bei Stadtplänen, Baedeckern, Polyglott und anderem Uninspirierten absortiert worden. So aber: Biographie einer Stadt. » Weiter im Text

Robert Ferguson, Knut Hamsun

ferguson_hamsun2Leben für Romane leben
Was unterscheidet einen Entwicklungsroman von einer Biographie? Beides sind Lebensgeschichten und evozieren die gleiche Intensität eines imaginierten Lebens – vorausgesetzt, man interessiert sich für den Protagonisten. Die 600-seitige Biographie Knut Hamsuns gelangte über den „Oh, über den wollte ich immer schon was wissen, kann ich das ausleihen“-Leseweg auf den Nachttisch und in die Rucksackvordertasche. Und dann opfert man viele Stunden der eigenen Biographie, um sich durch diesen Lebensroman zu lesen. » Weiter im Text